Batiken, Tie Dye und Shibori: Techniken, Muster und Video-Anleitung

Schluss mit dem Hippie-Image!

© iStock/Kwhisky

Batiken galt lange als alternativ und „öko“ – jetzt ist die Färbetechnik wieder total angesagt. Deshalb wird es höchste Zeit den Trend mal ganz genau unter die Lupe zu nehmen: Welche Batiktechniken gibt es? Welche Stoffmalfarben verwendet man zum Stoff färben? Wie heißen die Batik Muster? Und On top gibt es von uns ein Batik-Video-Tutorial und dazu noch einen ganzen Haufen Inspirationen!

Das benötigst du zum Batiken:

  • Stoff
  • Textilfarbe
  • Eimer
  • Wasser
  • Holzkugeln
  • Gummibänder
  • Gummihandschuhe
  • Löffel
  • Schere

Batiken: Mit dieser Batik Anleitung klappt es

Die Materialien zum Batiken liegen parat? Super, dann kann es ja losgehen! Batiken ist wirklich nicht schwer und es macht unheimlich Spaß seinen eignen Stoff zu färben – und jedes Teil ist ein Einzelstück! Damit auch nichts schiefgeht, haben wir die Anleitung in ein praktisches Video-Tutorial verpackt. So kannst du Step by Step mitmachen. Ein kleiner Tipp vorab: Verwende auf jeden Fall Gummihandschuhe. Du wirst sonst tagelang mit bunten Fingern herumlaufen. Viel Spaß!

Batiken: Video-Tutorial

Welche Materialien eignen sich zum Stoff färben?

Für ein perfektes Ergebnis beim Batiken solltest du Naturmaterialien verwenden. Besonders gut eignen sich Baumwolle oder Leinen. Bei der Auswahl der Textilien sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: Ob Kissenhüllen, Batik Shirts oder Geschirrtücher – alles ist möglich! Wichtig: vor dem Färben den Stoff einmal waschen, so haftet die Stoffmalfarbe besser.

 

Video-Empfehlung

Batiken: Verschiedene Batikmuster färben

Ursprünglich stammt das Batiken, englisch „Tie Dye“, übrigens aus Indonesien. Dort wurden Muster mit Wachs auf den Stoff gemalt und anschließend in die Farbe getaucht. Heute lassen sich Batikmuster viel leichter selber machen. Durch das Abbinden des Stoffs mit Schnüren, Kabelbindern oder Gummiband nimmt er an diesen Stellen weniger oder gar keine Farbe auf – so entstehen die verschiedensten Muster. Im Video zeigen wir das klassische Kreismuster, das man „Bulls Eyes“ nennt. Du kannst den Stoff auch vor dem Färben noch zusätzlich falten, knoten oder zusammenrollen. Beim Batiken sind deiner Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt.

 

Welche Batiktechniken gibt es?

Eine der bekanntesten Techniken zum Batiken ist Shibori. Eine über tausend Jahre alte Färbetechnik aus Japan, die gerade total angesagt ist. Deshalb haben wir ihr auch einen ganzen Artikel gewidmet.

Die schönsten Ideen zum Batiken auf Pinterest

Batik Shirts, Gardinen, Kissen und vieles, vieles mehr haben wir auf unserem Batiken-Pinboard für dich gesammelt. Schau doch mal vorbei und lass dich von den zauberhaften Batik DIYs inspirieren. Über zehn gute Gründe, warum Batiken doch ziemlich cool ist:

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Stoff bedrucken: der Lavendeldruck

Hokuspokus!

Stoff bedrucken mit dem Lavendeldruck
© Unsplash.com/Clarisse Meyer

Du willst Stoff bedrucken, am liebsten mit einem Bild oder Foto, weißt aber nicht wie? Wir zeigen dir den Lavendeldruck.

Stoff bedrucken: vom Papier auf den Stoff

Beim Lavendeldruck hast du, im Gegensatz zum Stempel selber machen, die Möglichkeit, Bilder vom Papier auf deinen Stoff zu drucken – und das ohne großen Aufwand:

Materialliste:

  • Borstenpinsel
  • Kopie des Motivs (Laserdruck!)
  • Lavendelöl
  • Papier
  • Stoff
  • Backpapier
  • Borstenpinsel
  • Bügeleisen
  • Gefäß für Lavendelöl
  • Malerband
  • Kochlöffel

Stoff bedrucken: Schritt 1

Lege zum Stoff bedrucken ein Papier (es soll überschüssiges Öl auffangen) unter den gebügelten Stoff. Mit Malerband klebst du ihn anschließend auf den Tisch, damit er nicht verrutscht. Dann klebst du den Laserausdruck mit dem Motiv nach unten auf den Stoff.

Stoffdruck: Schritt 2

Mit Lavendelöl und einem Pinsel streichst du nun die Rückseite des Motives ein. Alles muss angefeuchtet sein, darf aber keine Pfützen bilden. Hat sich das Papier nach ein bis drei Minuten mit Öl vollgesaugt, kannst du mit dem Stoff bedrucken beginnen. Streiche dazu mit dem Kochlöffel fest über das Motiv. Danach das Backpapier darüberlegen, heiß bügeln (ohne Dampf) und freuen. Es ist sogar waschbar!

Und so sieht das Ganze dann aus:

Stoff bedrucken mit einer Schablone

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5 Ideen, wie du deine Stoffreste verwerten kannst

So nützlich können kleine Stoffstücke sein!

5 Ideen, wie du deine Stoffreste verwerten kannst

So nützlich können kleine Stoffstücke sein!

Kreative Ideen zum Stoffreste verwerten
© Unsplash.com

Vermutlich kennst du das Problem: Bei jedem Nähprojekt bleibt ein Stückchen Stoff übrig, die sich nach und nach in einer Kiste ansammeln. Zu klein, um noch etwas Großes daraus zu nähen. Zu schade, um sie einfach so wegzuschmeißen. Deshalb haben wir endlich fünf Ideen gesammelt, wie du deine Stoffreste verwerten kannst!

 

Stoffreste verwerten: Schminktäschchen

Das perfekte Nähprojekt zum Stoffreste verarbeiten: eine Kosmetiktasche! Dafür benötigst du nur zwei kleine Stoffstücke und einen Reißverschluss. Reißverschlüsse in verschieden Farben kannst du hier kaufen. So kannst du deine wichtigsten Make-up Utensilien überallhin mitnehmen. Außerdem ist das kleine Täschchen die perfekte Geschenkidee für alle Beauty-Queens:

Stoffreste verwerten: Schminktäschchen nähen

Schmuckhalter basteln mit Stoffresten

Eine weitere geniale Idee zum Stoffreste verwerten ist dieser Ikea Hack. Mit einem kleinen Stückchen Stoff und ein paar Pins verwandelst du einen einfachen Bilderrahmen (Hier kaufen) in einen stylischen Schmuckorganizer. Die einzelnen Steps und Materialien zeigen wir dir hier im Video:

Basteln mit Stoffresten: Schmuckorganizer

Nähideen aus Stoffresten: Handwärmer

Für dieses geniale Geschenk werden dich deine Freunde an kalten Tagen lieben. Eine weitere Stoffreste Idee ist nämlich ein kleiner selbstgemachter Handwärmer. Dafür benötigst du zwei Stoffstücke, Milchreis und eine Nähmaschine. Und so geht’s: Stoff in zwei Kreise zuschneiden, rechts auf rechts zusammennähen, ein kleines Stückchen offenlassen und wenden. Dann füllst du den Milchreis hinein und schließt das Loch von Hand mit dem Staffierstich.

 

Video-Empfehlung

Stoffreste verwerten: Patchwork Decke

Ein echter Klassiker zum Stoffreste verwerten, aber immer wieder gut: die Patchwork Decke! Hier schneidest du die übriggebliebenen Stoffstücke in gleichgroße Quadrate zu, die du zusammennähst. Für die Rückseite verwendest du am besten einen Stoff, in die Mitte kommt eine Vlieseinlage. Durch das Quilten werden die Stofflagen miteinander verbunden. Ganz zum Schluss fasst du die Kante der Decke mit einem Stoffstreifen ein.

 

Stoffreste Ideen: Wimpelgirlande

Aus kleinen Stoffstücken kannst du auch eine hübsche Deko für deine Wohnung nähen. Die Wimpelgirlande ist schnell nachgemacht und bekommen auch Nähanfänger hin. Als Erstes schneidest du gleichgroße Dreiecke zu. Dann nähst du immer zwei Dreiecke rechts auf rechts zusammen und lässt die Oberkante offen. Dann wendest du die Wimpel auf rechts und bügelst sie glatt. Nun fasst du die Oberkanten der Dreiecke mit einem Schrägband ein, das gleichzeitig als Schnur zum Aufhängen dient. Einfach genial, wie viele Varianten es zum Stoffreste verwerten gibt!

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Was ist eigentlich Shibori und was macht man damit?

Ein asiatischer Pilz? Eine Meditationstechnik?

Was ist eigentlich Shibori und was macht man damit?

Ein asiatischer Pilz? Eine Meditationstechnik?

Anleitung für die Shibori Färbetechnik
© Unsplash.com/Tyler McRobert

Shibori – das klingt erstmal nach einer asiatischen Pilzsorte oder einer verrückten neuen Meditationstechnik. Ist es aber nicht. Vielmehr handelt es sich dabei um eine mehr als 1000 Jahre alte Färbetechnik aus Japan. Was man damit so alles machen kann, verraten wir dir hier!

Woher kommt Shibori?

Die Shibori Technik ist vergleichbare mit dem Batiken. Der Stoff wird gefaltet, abgebunden, geknotet oder abgenäht und dann anschließend gefärbt. So entstehen die spannendsten Muster. Traditionell wird für diese Färbetechnik Indigoblau verwendet. Übrigens: Shibori wurde ursprünglich von der ärmeren Bevölkerung in Japan genutzt, um ihre alten Kleidung kostengünstig aufzuwerten.

Diese Stoffe eignen sich für die Shibori Technik

Für ein gelungenes Shibori Ergebnis spielt die richtige Stoffauswahl eine große Rolle. Am besten greifst du zu Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen oder Seide. Wenn sich ein Mischgewebe nicht vermeiden lässt, sollte der Naturfaseranteil bei mindestens sechzig Prozent liegen. Kleiner Tipp: Vor dem Färben den Stoff möglichst heiß waschen und bügeln!

Das brauchst du fürs Shibori

  • Textilfarbe in Indigoblau
  • Eimer
  • Löffel
  • Gummihandschuhe
  • Wasserkocher
  • Wasser
  • Wäscheklammern, Kordeln, Garn etc. zum Abbinden, Knoten und Co.

Und so klappt es mit dem Batiken:

Shibori Anleitung: So geht’s

  1. Als Erstes musst du den Stoff vorbereiten, das heißt abbinden, verknoten, falten oder abnähen. Dafür kannst du Wäscheklammern, Gummis, Kordeln und Co. zur Hilfe nehmen.
  2. Danach wird der Stoff erst einmal eine Viertelstunde in klarem Wasser eingeweicht.
  3. Dann geht es ans Färben: Hierfür rührst du die Textilfarbe nach Anleitung in einem Eimer an (unbedingt Gummihandschuhe anziehen).
  4. Jetzt gibst du den Stoff ins Farbbad und rührst das Ganze regelmäßig um.
  5. Den Stoff herausnehmen und unter klarem Wasser gründlich ausspülen.
  6. Zuletzt den Stoff noch einmal möglichst heiß in der Waschmaschine waschen und trocknen lassen.

Die 3 schönsten Shibori DIYs

Während die Japaner traditionell ihre Kimonos mit der Shibori Technik färbten, sind deiner Kreativität heute keine Grenzen mehr gesetzt. Vom Jutebeutel bis zur Tagesdecke eignet sich so ziemlich alles zum Färben. Wir haben für dich drei besonders schöne Projekte gesammelt:

Vorhänge färben

Langweilige weiße Vorhänge kannst du mit Shibori ein Makeover verpassen. Das Ergebnis ist wirklich genial:

Shibori-Kissenhüllen

Und auch auf Kissen macht sich die japanische Färbetechnik super. Besonders schön ist es, wenn man verschiedene Muster kombiniert:

Tie-Dye-Jutebeutel

Mit Shibori kannst du stinknormale Jutebeutel in einen echten Eyecatcher verwandeln. Um diese Taschen wird dich jeder beneiden:

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