Lampen selber bauen: Die "Erleuchtung" für Outdoor und Indoor

Lampen selber bauen: Die „Erleuchtung“ für Outdoor und Indoor

Es werde DIY-Licht!

Lampen selber bauen: Die „Erleuchtung“ für Outdoor und Indoor

Es werde DIY-Licht!

Fotolia.com ©Anterovium

Die ersten Sonnenstrahlen haben bereits die Sommersaison eröffnet und so steht in vielen Haushalten wieder die Gartenpflege auf dem Programm. Der Rasen, die Hecken, die Terrasse und die Gartenmöbel müssen schnellstmöglich auf Vordermann gebracht werden, damit Freunde zum Grillen eingeladen werden können oder das nächste Sonntagsfrühstück im Freien stattfindet. Doch nicht nur bei Tageslicht halten sich viele Menschen im Sommer am liebsten an der frischen Luft auf. Gerade an den heißesten Tagen wird es häufig erst in den Abendstunden richtig angenehm auf der Terrasse. Die passende Beleuchtung sorgt dann für das richtige Ambiente, sei es für ein gemütliches Glas Wein mit dem Partner, eine stilvolle Gartenparty oder den Cocktailabend mit den „Girls“.

Die Outdoor-Beleuchtung muss zum Gesamtkonzept passen

Viele Lampen, sei es für den Innen- oder Außenbereich, lassen sich ganz einfach selber bauen. Allerdings solltest du einige Überlegungen anstellen, bevor du zu Glühbirne, Kleber, Schere & Co greifst. Damit der Garten ein stimmiges Gesamtbild erhält, solltest du erst einmal ein „Einrichtungskonzept“ entwerfen. So macht es für die optimale Ausleuchtung durchaus einen Unterschied, ob deine Terrasse  zum Beispiel mediterran oder eher modern mit Möbeln aus Aluminium und Stahl eingerichtet ist. Zielst du eher auf eine gemütliche Lounge ab oder muss es stattdessen funktional und für tobende Kinder geeignet sein? Wie du siehst, wirken sich diese Überlegungen auch auf die Beleuchtung aus, denn wo in letzterem Beispiel Kinder spielen, solltest du keine zerbrechlichen Kugellampen auf dem Boden platzieren. Zu einem solchen Einrichtungskonzept gehören:

 

  • Gebäude: Das Gebäude, zu welchem deine Terrasse beziehungsweise dein Garten gehört, spielt natürlich eine tragende Rolle. Ist dieses im mediterranen Stil gehalten, solltest du auch die Einrichtung entsprechend anpassen. Zu einer rosafarbenen Hauswand lassen sich rote Polstermöbel nur schwierig kombinieren und auch das Platzangebot der Terrasse muss natürlich bei der Möbelauswahl berücksichtigt werden.
  • Möbelauswahl: Weiterhin spielen hierbei Faktoren wie die Funktionalität der Möbel eine tragende Rolle. Können diese im Winter verstaut werden oder müssen sie witterungsbeständig sein? Wird am Tisch gegessen oder handelt es sich eher um eine Lounge zum Entspannen? Für wie viele Personen sollte Platz geboten sein? Die Möbelauswahl muss jener der Beleuchtung vorausgehen und anschließend durch diese optimal in Szene gesetzt werden.
  • Farbkonzept: In welcher Farbe die Möbel und Polster gewählt werden, hat großen Einfluss auf das Gesamtkonzept. Ebenso brauchst du ein Farbkonzept für die Pflanzen und Blumen in deinem Garten. Daran können später die Lampen sowie weitere Dekorationsartikel ausgerichtet werden. Für den richtigen „Wow-Effekt“ stimmst du also sämtliche Möbel, Teppiche, Polster, Blumen & Co auf zwei bis drei Farben ab und erwirkst dadurch ein stimmiges Gesamtbild im Designerlook.
  • Dekoration: Viele Menschen dekorieren ihren Garten gerne saisonal und verändern dessen Gesamtlook dadurch in Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein wenig. Dies ist insofern relevant, als dass einzelne Deko-Artikel später durch die Beleuchtung besonders in Szene gesetzt werden können. Auch bei wechselnder Dekoration sollten die Plätze für die Hingucker also stets dieselben bleiben.
  • Gartengestaltung: Ein Weg, der sich an einem Teich vorbeischlängelt, das bunte Blumenbeet in der Mitte oder eine schattenspendende Weide neben dem Rasen: Wie der Garten gestaltet ist, wirkt sich auch auf die optimale Beleuchtung aus. So kommt ein Weg beispielsweise mit Spots besonders gut zur Geltung oder ein Baum bietet Spielraum für Lichterketten. Fakt ist: Du musst zuerst deine Gartengestaltung entwerfen, bevor du dich an die Planung der Beleuchtung setzt.

Hast du ein solches Gesamtkonzept entworfen und alle genannten Aspekte berücksichtigt, kannst du dich also an das konkrete Beleuchtungskonzept setzen. Frage dich, welche Stellen im Garten besonders hervorgehoben werden sollen und welche Art von Leuchte sich dafür eignen könnte.

Im Garten bieten Bäume eine gute Möglichkeit, um Lichterketten zu befestigen. Fotolia.com ©bierchen

Tipps für die Beleuchtung: So kommen Garten, Terrasse & Co optimal zur Geltung

Kugellampen, Bodenstrahler, Solarleuchten mit Erdspieß oder Wegeleuchten: Im Garten stehen dir hinsichtlich der Beleuchtung zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. So eignen sich bunte Kugellampen optimal als bunter Hingucker, stimmig zum Farbkonzept. Zu mehreren in verschiedenen Größen kombiniert, bilden sie ein optisches Highlight und sorgen für ein angenehm warmes Licht. Wie bereits erwähnt, eignen sich Spots beziehungsweise Bodenstrahler sehr gut, um den Rahmen für einen Weg zu bilden oder Highlights wie ein Beet oder einen Deko-Artikel gesondert in Szene zu setzen. Auch als Umrandung von Bäumen oder Terrassendielen erfreuen sich Bodenstrahler auf verschiedenen Untergründen großer Beliebtheit. Wegeleuchten sollten, wie der Name bereits vermuten lässt, den Weg von und zur Terrasse, zum Hauseigang oder zur Lounge unter der Trauerweide geleiten. Die gute Nachricht ist: Kugellampen, Solarleuchten oder Wegeleuchten kannst du ganz einfach selbst bauen und dadurch nicht nur viel Geld sparen, sondern auch deinem Einrichtungskonzept treu bleiben:

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  • Kugellampen: Die runden Hingucker lassen sich aus verschiedenen Materialien wie Bast, einer Kordel, einem Seil, Wolle oder Garn in der gewünschten Farbe fertigen. Nimm einen günstigen Ball in der gewünschten Größe der späteren Lampe und reibe diesen mit Vaseline ein. Anschließend tauchst du das verwendete Material in Tapetenkleister und wickelst es Schicht für Schicht um den Ball. Dabei lässt Du unten eine Öffnung für die spätere Glühbirne frei und verhinderst dadurch ein Wegrollen der fertigen Kugellampe. Ist alles getrocknet, zerstörst du den Ball mit einem spitzen Gegenstand wie einer Schere und entfernst dessen Reste aus dem Inneren der Lampe.
  • Solarleuchte: Der große Vorteil einer Solarleuchte liegt darin, dass sie keinerlei Stromversorgung oder Kabel benötigt. Sie speichert stattdessen Solarenergie und gibt diese als Licht in der Nacht wieder ab. Sie kann mit Erdspieß, als Boden- oder Pfahlleuchte gestaltet werden, ganz nach deinem eigenen Geschmack. Das Solarpanel ist in Fachmärkten vergleichsweise günstig erhältlich und kann anschließend frei nach deiner Kreativität mit Acrylglasröhre, Rundholz oder anderen Materialien in eine Lampe verwandelt werden.
  • Wegeleuchten: Auch bei einer Wegeleuchte sind deiner Kreativität prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Bereits aus simplen Vierkanthölzern und einer für den Außenbereich geeigneten Kellerleuchte lassen sich zahlreiche verschiedene Variationen zaubern. Edler und moderner wirkt das Modell aus Stahl oder Aluminium, passend zu den Terrassenmöbeln. Du kannst zudem mit farbigen Glühbirnen bunte Akzente setzen oder deinem Garten durch gusseiserne Wegeleuchten einen romantisch-verspielten Touch verleihen.

Auch im Indoor-bereich steht der Sinn nach „Do-it-Yourself“

Doch nicht nur für den Outdoor-, sondern auch für den Indoor-Bereich gibt es zahlreiche Ideen für ebenso schöne wie simple Lampen zum Selbermachen. Im Trend liegt derzeit neben der Kugellampe als Variante zum Aufhängen eine Kreation im Industrial-Design: Hierfür brauchst du einen möglichst interessanten Ast, der nicht nur dick und lang genug ist, sondern in seiner Biegung sowie Verschnörkelung möglichst interessant aussieht. Nun nimmst du ein handelsübliches Seil, wickelst es mit einem dicken Knoten mehrfach um den Ast und befestigst an dessen Enden nackte Glühbirnen. Eine weniger rustikale, dafür aber moderner anmutende Variante ist die Lampe aus einer Sektflasche: Entferne die Etiketten, sämtliche Verschmutzungen sowie den Boden der Flasche. Führe nun ein Kabel durch die obere Öffnung der Sektflasche und befestige an dessen Ende die Glühbirne, sodass diese in das Innere des matten Glases rutscht. Besonders gut zur Geltung kommt die „Sektflaschenlampe“ als Kombination aus mehreren identischen Modellen, welche nebeneinander oder im Kreis als eine Art Kronleuchter platziert werden.

Kugellampen an Ästen liegen nicht nur im Trend, sondern wirken ebenso dekorativ. Fotolia.com ©fneun

Auch im Indoor-Bereich gilt aber natürlich: Die Beleuchtung muss zum Einrichtungs- und Farbkonzept der Wohnräume passen. Üblich ist eine Kombination aus verschiedenen Arten von Leuchten, je nach Funktionalität und gewünschtem Ambiente. So sorgt ein gedämpftes Licht im Esszimmer für romantische Abende zu zweit, während der Sessel ausreichend hell ausgeleuchtet werden muss, damit du beim Lesen keine Kopfschmerzen entwickelst. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Basteln, Bauen und Beleuchten!

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