Was ist eigentlich Shibori und was macht man damit?

Was ist eigentlich Shibori und was macht man damit?

Ein asiatischer Pilz? Eine Meditationstechnik?

Was ist eigentlich Shibori und was macht man damit?

Ein asiatischer Pilz? Eine Meditationstechnik?

Anleitung für die Shibori Färbetechnik
© Unsplash.com/Tyler McRobert

Shibori – das klingt erstmal nach einer asiatischen Pilzsorte oder einer verrückten neuen Meditationstechnik. Ist es aber nicht. Vielmehr handelt es sich dabei um eine mehr als 1000 Jahre alte Färbetechnik aus Japan. Was man damit so alles machen kann, verraten wir dir hier!

Woher kommt Shibori?

Die Shibori Technik ist vergleichbare mit dem Batiken. Der Stoff wird gefaltet, abgebunden, geknotet oder abgenäht und dann anschließend gefärbt. So entstehen die spannendsten Muster. Traditionell wird für diese Färbetechnik Indigoblau verwendet. Übrigens: Shibori wurde ursprünglich von der ärmeren Bevölkerung in Japan genutzt, um ihre alten Kleidung kostengünstig aufzuwerten.

Diese Stoffe eignen sich für die Shibori Technik

Für ein gelungenes Shibori Ergebnis spielt die richtige Stoffauswahl eine große Rolle. Am besten greifst du zu Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen oder Seide. Wenn sich ein Mischgewebe nicht vermeiden lässt, sollte der Naturfaseranteil bei mindestens sechzig Prozent liegen. Kleiner Tipp: Vor dem Färben den Stoff möglichst heiß waschen und bügeln!

Das brauchst du fürs Shibori

  • Textilfarbe in Indigoblau

  • Eimer
  • Löffel
  • Gummihandschuhe
  • Wasserkocher
  • Wasser
  • Wäscheklammern, Kordeln, Garn etc. zum Abbinden, Knoten und Co.

Und so klappt es mit dem Batiken:

Shibori Anleitung: So geht’s

  1. Als Erstes musst du den Stoff vorbereiten, das heißt abbinden, verknoten, falten oder abnähen. Dafür kannst du Wäscheklammern, Gummis, Kordeln und Co. zur Hilfe nehmen.
  2. Danach wird der Stoff erst einmal eine Viertelstunde in klarem Wasser eingeweicht.
  3. Dann geht es ans Färben: Hierfür rührst du die Textilfarbe nach Anleitung in einem Eimer an (unbedingt Gummihandschuhe anziehen).
  4. Jetzt gibst du den Stoff ins Farbbad und rührst das Ganze regelmäßig um.
  5. Den Stoff herausnehmen und unter klarem Wasser gründlich ausspülen.
  6. Zuletzt den Stoff noch einmal möglichst heiß in der Waschmaschine waschen und trocknen lassen.

Die 3 schönsten Shibori DIYs

Während die Japaner traditionell ihre Kimonos mit der Shibori Technik färbten, sind deiner Kreativität heute keine Grenzen mehr gesetzt. Vom Jutebeutel bis zur Tagesdecke eignet sich so ziemlich alles zum Färben. Wir haben für dich drei besonders schöne Projekte gesammelt:

Vorhänge färben

Langweilige weiße Vorhänge kannst du mit Shibori ein Makeover verpassen. Das Ergebnis ist wirklich genial:

Shibori-Kissenhüllen

Und auch auf Kissen macht sich die japanische Färbetechnik super. Besonders schön ist es, wenn man verschiedene Muster kombiniert:

Tie-Dye-Jutebeutel

Mit Shibori kannst du stinknormale Jutebeutel in einen echten Eyecatcher verwandeln. Um diese Taschen wird dich jeder beneiden:

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