So gelingt der perfekte Handstich – die wichtigsten Anleitungen

Vom Heftstich bis zum Staffierstich!

So gelingt der perfekte Handstich
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Auch in Zeiten der Nähmaschine braucht man sie noch: die Handstiche! Ob Stoffe verbinden oder versäubern – in manchen Situationen ist es einfache sinnvoller von Hand zu nähen. Deshalb erklären wir dir hier die wichtigsten Handstiche.

Heftstich: Der Klassiker unter den Handstichen

Wird genutzt für: Vorheften, Einreihen
Arbeitsrichtung: Von rechts nach links
Der Heftstich ist der einfachste Handstich und wird relativ häufig gebraucht. Mit ihm kannst du Stoffe von Hand einreihen oder Schnittteile vorheften, damit beim Nähen nichts verrutscht. Das ist nicht nur für Nähanfänger sehr hilfreich, sondern wird auch von Profis recht oft verwendet.

Mit unserem Video-Tutorial kannst du den Heftstich ruckzuck lernen:

Mit der Hand nähen: Steppstich

Wird genutzt für: Zusammennähen von Stoffen, wenn die Nähmaschine versagt (z.B. sehr dicke Stoffe)
Arbeitsrichtung: Von rechts nach links

Ein weiteres Handstich-Basic ist der Steppstich, der von rechts nach links gearbeitet wird. Er wird auch als Rückstich bezeichnet. Bei besonders dicken Stoffen streikt manchmal die Nähmaschine, dann kommt der Steppstich zum Einsatz.

Hier zeigen wir dir Schritt-für-Schritt, wie es geht:

Der Hexenstich – So geht‘s

Wird genutzt für: dekorative Naht, feste Stoffe ohne Überlappen verbinden, Säume
Arbeitsrichtung: Von links nach rechts
Der Hexenstich ist ein sehr vielseitiger Handstich. In der Regel nutzt du ihn, um zwei feste Stoffe (z.B. Leder) miteinander zu verbinden, ohne dass sie sich überlappen. Und so geht’s:

  1. Von links unten nach rechts oben einen schrägen Stich ausführen
  2. Etwas Abstand nach links lassen und auf derselben Höhe von hinten nach vorne durch den Stoff stechen.
  3. Nun im selben Winkel einen schrägen Stich von links oben nach rechts unten ausführen.
  4. Etwas Abstand nach links lassen und auf derselben Höhe von hinten nach vorne durch den Stoff stechen.
  5. Jetzt die Schritte wiederholen.
Hexenstich
© TargetVideo

Ein unsichtbarer Handstich: Der Hohlsaumstich

Wird genutzt für: Säume
Arbeitsrichtung: Von rechts nach links
Der Hohlsaumstich ist von rechts so gut wie unsichtbar, da beim Nähen nur ein paar Gewebefäden aufgenommen werden. Daher wird dieser Handstich für Säume genutzt. Bevor es losgeht, musst du die Saumkante versäubern und den Saum umbügeln. Und hier kommt die Step-by-Step-Anleitung:

  1. Mit der Nadel durch die Innenkante des Saums stechen (von innen nach außen).
  2. Nun etwas weiter links, knapp oberhalb der Saumkante ein paar Gewebefäden aufnehmen.
  3. Jetzt wieder etwas weiter links von hinten nach vorne durch die Saum-Innenkante stechen.
  4. Dann werden die Schritte wiederholt.
Hohlsaumstich
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Den Staffierstich von Hand nähen

Wird genutzt für: doppelgelegte Säume, Einnähen des Futters, Applikationen etc.
Arbeitsrichtung: Von rechts nach links
Der Staffierstich kommt vor allem beim Einnähen des Futters von Hand zum Einsatz. Du kannst diesen Handstich aber auch für einen doppelgelegten Saum nutzen. Wie schon der Hohlsaumstich ist auch der Staffierstich von rechts fast unsichtbar. Und so geht’s:

  1. In die Bruchkante (des Futters oder Saums) einstechen.
  2. Rund einen Zentimeter weiter links ausstechen und genau gegenüber in den Stoff einstechen.
  3. Nur ein paar Gewebefäden aufnehmen und wieder genau gegenüber in die Bruchkante einstechen.
  4. Die Schritte wiederholen.
Staffierstich
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